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Der Sinnblog 42 xD

Zunächst sollte man vielleicht einmal klären, was das Wort "Sinn" eigentlich bedeutet. Der Sinn bezeichnet eine tiefere Bedeutung, die man hinter allem vermuten kann. Er beantwortet im allgemeinen die frage nach dem "wozu", ist aber nicht zu verwechseln mit dem Zweck, der immer ein Ziel bezeichnet. Sinn und Zweck schließen sich aber nicht zwangsweise aus, denn oft bezeichnen sie fast das Selbe.

Warum sucht man ständig nach einem Sinn? Wir Menschen können uns ums Verrecken nicht damit abfinden, dass unsere Existenz im Vergleich zur vermeindlichen Unendlichkeit des Universums quasi nichts ist. Diese Bedeutungslosigkeit können wir nun mal nicht mit unserem Ego vereinbaren. Sinnsuche ist also nichts weiter als die Flucht vor der Wahrheit. Und die wahrheit ist, dass unsere Existenz keinen Sinn hat. Jedenfalls nicht spiritueller Natur. Unsere Existenz besteht aus Materie. Und der Sinn unserer Existenz oder unseres Lebens ist es, den Fortbestand dieser Materie zu sichern. Allerdings ist das kein eigentlicher Sinn, sondern Laut meiner Definition ein reiner Zweck, da nur ein reines Ziel beschrieben wird. Man könnte jetzt sagen, der Weg sei das Ziel. Aber der Weg ist das Leben, und wenn man jetzt einfach sagt, das Leben sei der Sinn des Lebens, dann muss man sich zwangsläufig fragen: "was ist Leben?" Man wird geboren und verbringt gut 20 Jahre seines Lebens mit der Ausbildung. Es fängt an mit dem Sprechen und irgendwann kommt dann wenn man glück hat eine Berufsausbildung oder ein Studium oder sonst irgendwas derartiges. aber das ganze verfolgt nur einen Zweck: man will sich einen möglichst hohen gesellschaftlichen Lebensstandart sichern. Selbst wenn man den Spaß am Beruf höher stellt als das einkommen, so wird man doch immer nach Gewinnmaximierung streben. Und auch dies hat wiederum einen eigenen Zweck: Attraktivität. Wir sind im Grunde genommen Tiere. auch wenn einige meinen, wir würden uns so maßgenblich unterscheiden, dass man uns nichtmehr vergleichen könnte, so liegt uns allen doch das Selbe zu Grunde: Der Selbsterhaltungstrieb, der den Fortpflanzungstrieb beinhaltet. Man arbeitet also sein ganzes Leben lang darauf hin, den Fortbestand seiner Art zu sichern. Auch wenn wir diesen Prozess mittlerweile ziemlich ausgeschmückt haben, ist das doch die Grundlage. Leben empfangen, leben und schenken.

 Die Frage nach unserer Herkunft, der Herkunft des universums und allem anderen, dass wir uns nicht erklären können, beantworten wir, indem wir die Spiritualität erfinden. Sie ist übernatürlich und hat immer eine passende Antwort parat. Darauf fundieren sich sämtliche Religionen. nämlich auf die Beantwortung von Fragen, auf die man keine Antwort findet. Der menschliche Verstand sucht sich krankhaft auf alles eine Antwort und sei sie so an den Haaren herbeigezogen wie die Schöpfungsgeschichte, sie wird geglaubt, weil man sich an sie klammern kann um die eigene unwissenheit zu vergessen.

Als alternative zur Sinnsuche kann man seinem Leben natürlich auch einen Sinn geben. Das ist zwar auch mit der Suche nach einem Sinn verbunden und die übergänge sind fließend, doch es gibt einen prägnanten unterschied: die sinnsuche sucht nach einem fest definierten Begriff, der für alle gilt. einer allgemeinen definition wenn man so will. gibt man seinem leben aber selst einen sinn, so ist dieser von individueller natur. man unterscheidet also zwischen universellem und individuellem sinn. der individuelle sinn kann genausogut ein zweck sein, also ein ziel das man sich setzt und das es zu erreichen gilt, frei nach dem der-weg-ist-das-ziel-prinzip.

 

so jetzt hab ich keine lust mehr. das wort sinn ist mittlerweile so überstrapaziert dass ich es wahrscheinlich für die nächsten wochen aus meinem wortschatz verbannen werde^^ rumspinnen macht laune

21.2.10 01:01, kommentieren